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Grannen: Unterschätzte Gefahr im Sommer

Rund um ihr Tier

Wenn die Wiesen trocken werden und das Korn auf den Feldern wächst, beginnt die gefährliche Zeit der Grannen.

Diese haben aber nichts mit dem Korn auf dem Feld direkt zu tun, sondern sind ein Teil der Ähre der Mäusegerste. Was Grannen genau sind und warum sie für unsere Haustiere so gefährlich werden können, erklären wir hier.

Die Mäusegerste ist eine wilde Gerste die hauptsächlich an Wegesränder, auch in Wohngebieten in der Stadt, wächst. Grannen sind ein Teil der Ähre, sie schützen das Samenkorn und umschließen dieses. Sie sind fest und sehr spitz und am oberen Ende ist der gefährliche Teil – ein Widerhaken. Durch diesen können Grannen “wandern”. Die Grannen können sich dann im Fell verfangen und entlang der Haare weiter in die Tiefe wandern. Besonders typisch betroffene Körperstellen sind Ohren, Augen, Pfoten, Nase aber auch Achseln und andere Hautstellen. Dort können sie Entzündungen hervorrufen.

Grannen – die Symptome beim Haustier

Folgende Symptome können im Zusammenhang mit Grannen bei Hunden und Katzen beobachtet werden:

  • Husten oder Niesen
  • Gerötete und/oder zugekniffene Augen
  • Intensives Lecken der Pfoten
  • Humpeln oder plötzliche Lahmheit
  • Kopfschütteln oder Kopf schief halten
  • Rötungen und Schwellungen an der Haut (Pfote, Ohr)

Steckt die Granne nur oberflächlich am Fell oder nur leicht in der Haut, kann man die Granne vorsichtig selbst entfernen. Steckt sie aber bereits sehr tief mit ihrem Widerhaken in der Haut, sollte man dringend zum Tierarzt fahren, um weitere Schäden zu vermeiden. 

Auch bei starkem Ohren schütteln und Kopfschiefhaltung oder starkem Niesen nach dem Spaziergang, zugeschwollenen Auge bzw. zukneifen der Augen, plötzlicher Lahmheit und Lecken an der Pfote oder anderen Schwellungen an der Haut, sollten umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden – da im Falle einer Granne diese noch weiter wandern kann. Grannen können im allerschlimmsten Fall in den Ohren bis zum Trommelfell wandern, durch die Nase einen Weg Richtung Lunge finden und an Augen und Ohren zu sehr schmerzhaften Entzündungen führen. Die Gefahr der kleinen Pflanzenteilchen sollte also auf keinen Fall unterschätzt werden.

So wandern Grannen:

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So kann man Grannen-Unfälle vermeiden

Dass der Hund oder die Katze mal eine Granne am Fell hat, wird man schwer vermeiden können, da diese gerade in der Sommerzeit am Wegesrand zu finden sind und sich leicht im Fell oder an den Pfoten festhaken können. Lose Grannen oder welche, die nur oberflächlich an der Haut stecken, kann man einfach selber aus dem Fell sammeln.

Vorbeugend ist es aber ratsam, das Fell im Bereich der Ohren und Pfoten kurz zu halten und Zehenzwischenräume und den Ohrenbereich nach jedem Spaziergang zu kontrollieren. Denn bleibt eine Granne unentdeckt in der Haut des Haustiers stecken, kann dies zu schweren Entzündungen und eitrigen Abszessen führen, im schlimmsten Fall muss die Granne sogar mit einer Operation entfernt werden. 

29. Juli 2022
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