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Fellpflege beim Kurzhaar-Hund: 5 Tipps

Rund um ihr Tier

Auf den ersten Blick könnte man vielleicht denken, kurzhaarige Hunde bräuchten keine Fellpflege – aber: auch kurzes Fell braucht regelmäßige Zuwendung. Jedoch ist kurzes Fell bei weitem nicht so pflegeintensiv wie langes. Doch wie pflegt man das Fell von Kurzhaar-Hunden richtig und was sollte man beachten? Wir haben fünf Tipps!

Doch erst Mal vorab – welche Hunderassen gelten als Kurzhaar-Hunde? Kurzhaarige Hunde sind Tiere mit einer Felllänge von bis zu vier Zentimetern – dazu gehören Rassen wie zum Beispiel Boxer, Labrador, Dalmatiner, Französische Bulldogge, Mops oder Jack Russell Terrier.

Bei kurzhaarigen Rassen unterscheiden wir aber auch nochmal zwischen Glatthaar, mit oder ohne Unterwolle, und Rauhaar bzw. Drahthaar. Kurz- und glatthaarige Rassen mit keiner oder wenig Unterwolle wie zB. Dalmatiner, Boxer oder Doggen sind sehr pflegeleicht. Kurzhaarige Hunderassen, die aber viel Unterwolle haben wie Labrador, Mops oder Rottweiler benötigen schon etwas mehr Fellpflege. Bei rauhaarigen Kurzhaar-Hunden wie Rauhaardackeln, Airedale Terrier oder West Highland White Terriern gibt es auch nochmal weitere Punkte zu beachten.

Tipp 1: Die richtige Bürste besorgen

Gerade bei Kurzhaar-Hunden sollten man auf die Wahl der Bürste achten. Zu drahtige Bürsten oder Kämme können dem Hund Schmerzen verursachen und seine empfindliche Haut aufkratzen. Für kurzhaarige Hunde mit wenig bis keiner Unterwolle sind sogenannte Groomerhandschuhe (auch Fellhandschuhe genannt) oder Massagebürsten empfehlenswert. Hat der Hund Unterwolle oder eher drahtiges Fell, sollte schon eine Bürste mit Borsten gewählt werden, hier aber auf abgerundete Borstenköpfe achten.

Tipp 2: Regelmäßig Unterwolle und abgestorbenes Deckhaar entfernen

Da die Haarschichten regelmäßig wechseln, ist es wichtig, den Kurzhaarhund alle paar Monate gründlich zu bürsten. Das bringt dem Hund beim Fellwechsel Erleichterung, denn das alte Fell kann sonst zu Juckreiz an der Haut führen. Außerdem wird durch das regelmäßige Bürsten das Wachstum des Fells angeregt und es glänzt wieder und wird dadurch auch abweisender für Wasser und Sonneneinstrahlung. Regelmäßige und sanfte Fellpflege ist für den Hund auch gleichzeitig wie eine Massage, die die Durchblutung fördert und seine Abwehrkräfte weckt.

Tipp 3: Bei Verschmutzung lieber bürsten statt baden!

Regelmäßige Fellpflege ist bei allen Hunderassen wichtig, denn so können zum Beispiel krankhafte Veränderungen an Haut oder Fell frühzeitig gesehen werden. Außerdem können durch das tägliche Bürsten nach dem Spazierengehen, Schmutzreste heraus gebürstet werden. Das erspart dem Hund das ein oder andere Bad und schont seine Haut. Ein kurzes Abbürsten nach dem Spaziergang hilft zusätzlich dabei, vor allem in den warmen Monaten Parasiten wie Zecken frühzeitig zu entdecken und entsprechend zu entfernen.

Tipp 4: Rauhaar bzw Drahthaar regelmäßig trimmen

Das Fell von rauhaarigen Hunden neigt dazu, schnell zu verfilzen. Außerdem brauchen Rauhaar-Hunde beim Fellwechsel Unterstützung in Form von Bürsten und regelmäßigem Trimmen. Denn bei dieser Fellart fällt das tote Haar nicht aus. Es bleibt mit der Haarwurzel in der Haut stecken, was zu starkem Juckreiz führt.  Deshalb ist bei Rauhaar-Hunden neben dem regelmäßigen Bürsten darauf zu achten, den Hund alle 8-12 Wochen fachgerecht trimmen zu lassen. Aber Vorsicht: Diese Hunde sollten auf keinen Fall geschoren werden, denn beim Scheren verbleibt das tote Haar weiterhin in der Haut, was wieder zu Juckreiz führt. Beim Trimmen wird das tote Deckhaar mit einem Trimmesser aus dem Fell des Hundes heraus gezupft. Hierfür im besten Fall einen Hundesalon aufsuchen.

Tipp 5: Nicht mit der Fellpflege übertreiben

Regelmäßiges Bürsten ist also auch bei Kurzhaar-Hunden unerlässlich, um unseren Vierbeinern den Alltag und den Fellwechsel zu erleichtern. Dabei sollte aber mit der Fellpflege nicht übertrieben werden. Ein kurzes Abbürsten nach dem Spaziergang und eine etwas intensivere Pflege einmal Monat reichen hier vollkommen aus. Und im Herbst und im Frühling einfach auf das Verhalten des Hundes achten – kratzt er sich verstärkt oder verliert mehr Fell, braucht er Unterstützung beim Fellwechsel.

22. Februar 2021
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